Mo. 02.11.
20:00
Regie
Marinella Pirelli
Italien / 1967
11 Min.
/ Digital file
/ OmeU
Kino
Arsenal
zu dem KalenderAnschließend Diskussion mit Beatrice Zerbato (Nuova Orfeo, Palermo) und Clio Nicastro (Harun Farocki-Institut, Berlin), Moderation: Stefanie Schulte Strathaus
Kulturräume fungieren als geschützte Orte, an denen man sich frei mit komplexen oder herausfordernden Filmen und Themen befassen kann. In einer Gegenwart, in der diese Freiheit zunehmend eingeschränkt wird, laden wir Gäste ein, die an solchen Orten Gastgeber*innen sind. Beatrice Zerbato ist derzeit Fellow der Harun-Farocki-Residency. In Palermo kuratiert sie mit Beatrice Gibson Nuova Orfeo, ein unabhängiges Kino- und Musikprogramm, das sich aus feministischer Perspektive auf nichtkommerzielle, vergessene oder zensierte Werke konzentriert. Sie präsentiert und kontextualisiert Arbeiten der italienischen Künstlerin Marinella Pirelli (1925–2009), die ein einzigartiges Œuvre zwischen Malerei, Lichtinstallation und Experimentalfilm schuf. Ihr Interesse an Wahrnehmung und Dauer veranlasste sie Anfang der 1960er Jahre, mit Film zu experimentieren und dabei neue Wege zu erkunden, wie Licht, Körper und natürliche Umgebung durch die Kamera dargestellt werden können. In der anschließenden Diskussion werden die Porträtmalerei und das Selbstporträt sowie das Spannungsfeld zwischen Individuum und Kollektiv beleuchtet – in einer Zeit, in der die Frage nach der weiblichen Subjektivität eine zentrale Rolle in der feministischen Debatte spielte. (stss)
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